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Bohren & Sägen

Den richtigen Bohrer auswählen

Material, Beschichtung und Drehzahl entscheiden, ob eine Bohrung sauber gelingt oder der Bohrer nach fünf Löchern stumpf ist.

6 Min. Lesezeit · zuletzt geprüft 17.8.2026

Bohrertyp nach Material

Der häufigste Fehler ist der Metallbohrer im Mauerwerk – und umgekehrt. Jeder Werkstoff verlangt eine eigene Schneidengeometrie.

MaterialBohrerHinweis
HolzHolzspiralbohrer, Forstner, SchlangenbohrerZentrierspitze verhindert Verlaufen
MetallHSS, HSS-G, HSS-Cokühlen, geringe Drehzahl bei großem Durchmesser
Mauerwerk/BetonSteinbohrer, SDS-HammerbohrerSchlagwerk nur bei Vollstein
Fliesen/GlasFliesenbohrer, Diamantbohrerohne Schlag, mit Wasser kühlen
EdelstahlHSS-Co (5–8 % Kobalt)hoher Druck, niedrige Drehzahl, Schneidöl

HSS, HSS-G oder HSS-Co

HSS-Bohrer sind gerollt und günstig, für weiche Stähle ausreichend. HSS-G sind geschliffen, laufen präziser und halten länger. HSS-Co mit Kobaltanteil ist die Wahl für Edelstahl und hochfeste Werkstoffe, weil der Bohrer die entstehende Hitze verträgt.

Ein Beispiel für einen geschliffenen HSS-Metallbohrer ist der IRWIN TURBOMAX: gefertigt aus W9-HSS mit einer Härte von 63–66 HRC, mit aus dem Vollen geschliffener Spirale (Ground Flute) und verstärktem Steg gegen Bruch. Seine Spitze kombiniert eine 100°-Zentrierspitze für den schnellen, präzisen Anschnitt (ohne Körnen) mit einer 140°-Schneidschulter für einen sauberen Austritt – geeignet für Blech, Holz, Kunststoff und auch Edelstahl. Titan- oder TiN-Beschichtungen reduzieren Reibung, ersetzen aber kein passendes Grundmaterial und sind nach dem ersten Nachschleifen weg.

Drehzahl und Kühlung

Faustregel: Je größer der Durchmesser und je härter das Material, desto niedriger die Drehzahl. Blaue Verfärbung an Span oder Schneide ist das Signal für zu hohe Drehzahl oder fehlende Kühlung – ab dann verliert der Bohrer seine Härte dauerhaft.

In Metall arbeitet man mit konstantem Druck: Wer zu wenig drückt, reibt statt zu schneiden und härtet die Oberfläche auf. Der 3-Flächen-Schaft des TURBOMAX verhindert dabei ein Durchrutschen im Bohrfutter.

  • Ab 8 mm in Stahl vorbohren, das entlastet die Querschneide
  • Schneidöl oder Emulsion bei Stahl und Edelstahl
  • Kernbohrer statt Spiralbohrer bei großen Durchmessern in Blech

Sägen: das passende Blatt

„Bohren & Sägen" gehört zusammen: Für Metall-Handsägen führt triverti Lenox Bi-Metall-Bügelsägeblätter (300 × 13 mm) in 24 und 32 TPI – feine Zahnung (32 TPI) für dünnwandige Rohre und Bleche, gröbere (24 TPI) für Vollmaterial.

Häufige Fragen

Kann man mit einem Metallbohrer in Holz bohren?
Für Durchgangslöcher geht das, das Loch wird aber weniger sauber und der Bohrer verläuft leichter, weil die Zentrierspitze fehlt. Ein HSS-Bohrer wie der IRWIN TURBOMAX kommt laut Hersteller ohne Körnen aus und arbeitet auch in Holz und Kunststoff sauber.
Wann braucht man einen SDS-Bohrer?
Sobald ein Bohrhammer mit SDS-Aufnahme verwendet wird – etwa für Beton oder Vollziegel. Für Lochziegel und Porenbeton bohrt man besser ohne Schlag.
Lohnt sich Nachschleifen?
Bei größeren Durchmessern ab etwa 8 mm ja, mit einer geeigneten Schleifvorrichtung. Kleine Bohrer ersetzt man wirtschaftlicher.

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